Am 22. Februar 1944 wurde die Lazarettstadt Wernigerode von US-amerikanischen Bombern angegriffen. Das einzig kriegswichtige Ziel unserer Stadt, die Rautenbach AG, damals die modernste Leichtmetallgießerei des Deutschen Reiches, wurde dabei verschont. Statt dessen verwüsteten die späteren Besatzer die Wernigeröder Innenstadt. 192 Menschen, weit überwiegend Frauen und Kinder, wurden dabei getötet.

Nach sachlichen oder militärischen Kriterien ist die gezielte Zerstörung von Wohngebieten und Innenstädten – so wie auch in Wernigerode am 22.02.1944 geschehen -, als Kriegsverbrechen zu interpretieren. Eine Aufarbeitung dieser Verbrechen wird allerdings bis heute von der Politik verhindert.
Zum 80. Jahrestag des Luftangriffs fand am 22.02.2024 eine Gedenkveranstaltung unter Leitung des Oberbürgermeisters Tobias Kascha auf dem Zentralfriedhof statt. Auch wir haben im Namen der Mitglieder unserer Partei ein Gebinde an den Gedenksteinen niedergelegt.


Eine Ausstellung des Harzmuseums informiert vom 23.02. bis 12.05.2024 im Schiefen Haus über die Geschehnisse. Am 25.02.2024 findet um 10 Uhr ein Gedenkgottesdienst in der Johanniskirche statt. Weitere Informationen findet Ihr hier.